Brigadebücher im Industriesalon – Teil 1

Brigadebücher im Industriesalon – Teil 1

Von Juni 2022 bis Januar 2023 erhielt der Industriesalon von der Senatsverwaltung für Kultur eine finanzielle Förderung, um im Industriesalon vorhandene Brigadebücher zu digitalisieren und mit den entsprechenden Meta-Daten auf der Datenbank „museum digital“ einzustellen. Betreut wurde das Digitalisierungsprojekt von dem beim Konrad-Zuse-Institut angesiedelten ‚Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin (digiS)‘.
Die finanzielle Förderung ermöglichte es dem Industriesalon, zwei Teilzeitkräfte einzustellen für dieses Projekt. Die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter hatten in den Jahren 2019 bis 2022 schon verschieden Digitalisierungsprojekte des Industriesalons wie die Digitalisierung einer Auswahl der Fotos aus dem Fotoarchiv des WF, der Betriebszeitungen WF-Sender (WF) und ‚Der Trafo‘ (TRO) und einer Auswahl des auch für das WF tätigen Ostberliner Fotografen Kurt Schwarz durchgeführt.

Seit dem Auslaufen dieser Förderung ist das Archiv des Industriesalons wieder auf ehrenamtliche Betreuung angewiesen, da die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter aus finanziellen Gründen nicht weiterbeschäftigt werden.

Das Archiv des Industriesalons verfügt über rd. 70 Brigadebücher, nicht nur aus dem WF, sondern auch aus dem KWO, dem VEB Leitdruck und dem Institut für Nachrichtentechnik (INT), denn der Industriesalon fühlt sich ja nicht nur für die Geschichte des WFs, sondern auch der anderen Industriebetriebe in Oberschöneweide zuständig. Alle diese Brigadebücher haben als Spenden ihren Weg in den Industriesalon gefunden. Wie sie zu den Spendern gelangt waren, ist nicht überliefert.

Digitalisiert wurden Brigadebücher der Kollektive „Fototron“, „Target“, „Graham Bell“, „Theodor Neubauer“, „Marie Curie“, „Heinrich Barkhausen“, der Jugendbrigade der mechanischen Netzbearbeitung und Teile einer Kollektiv-Chronik aus der Abt. TI 1 (vermutlich des Kollektivs „Tektonik“) aus dem WF, der Kollektive „Deutsch-sowjetische Freundschaft“, „Käthe Duncker“ und „TS/v“ aus dem KWO, des Kollektivs „Heinrich Stephan“ vom Institut für Nachrichtentechnik (INT) und des Kollektivs „Anne Frank“, aus dem Vordruck-Leitverlag. Außerdem wurden, auch wenn es genaugenommen nicht Brigadebücher waren, aus dem WF das Gästebuch des Ferienheims „Waltersdorfer Mühle“, Teile der „Chronik der 1. RBI“ des Zivilschutzes und eine Art „Best of“ des KWO-Kulturhaus-Kollektivs digitalisiert.

Für all diese digitalisierten Brigadebücher wurden ‚Inhaltsverzeichnisse‘ erstellt mit den entsprechenden Seitenangaben, sodass ‚Inhalte‘ auch von Suchmaschinen gefunden werden können. Aus personenschutzrechtlichen Gründen wurde jedoch bei den ‚Inhaltsverzeichnissen‘ auf die Nennung von Namen verzichtet und auch die PDFs nicht für Suchmaschinen durchsuchbar gemacht, sodass Personen nicht ‚gegoogelt‘ werden können.

Da „museum digital“ keine Dateien über 20 MB wünscht, wurden die PDFs zum Teil in mehrere Teile aufgeteilt.

(Fortsetzung folgt)

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